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1. Einsatz in der NVA und in der 11. MSD Ursprünglich war die Ausrüstung der Regiments-Fla-Einheiten der 7. und 9. PD sowie der 1., 4., und 11. MSD im Zeitraum 1976 bis 1980 geplant. Die Fla-Sfl Batterien sollten die Shilkas behalten und zu Fla-Raketenartilleriebatterien umstrukturiert werden. Bis 1977 wurden jedoch nur 12 Gefechtsfahrzeuge 9P31 in der NVA eingeführt. Diese wurden zunächst nur in den Fla-Raketenartilleriebatterien der 7. PD (PR-14, PR-15, PR-16 eingesetzt. Die Gefechtsbereitschaft dieser Einheiten wurde im 1. AHJ 1977/78 hergestellt. Die weitere Ausstattung der NVA mit diesem Fla-Raketensystem konnte auf Grund von Lieferschwierigkeiten durch die UdSSR nicht erfolgen. Statt dessen wurden vorab drei 9A34 und eine 9A35 des FRK 9K35 für das PR der 8. MSD geliefert. Nach der Ablösung dieses Systems durch den FRK 9K35 (Strela 10) im PR-14 und PR-16 wurden die Fla-Sfl Batterien des MSR-16 und des PR-11 1986/87 zu Fla-Raketenartilleriebatterien umgerüstet und erhielten jeweils vier 9P31. 1989 war vorgesehen, mit den durch die Auflösung des PR-11 verfügbaren 9K31 die Fla-SFl-Bttr. des MSR-17 auszurüsten und zur FRABttr. umzustrukturieren. Dieses Vorhaben wurde jedoch nicht mehr umgesetzt.
Die wesentlichen Parameter zur Charakterisierung der Gefechtseigenschaften eines FR-Systems sind die Ausmaße der Vernichtungszone, die Vernichtungswahrscheinlichkeit, Manövermöglichkeiten, Deckungsmöglichkeiten und Zeitbilanz. Das Basisfahrzeug der Startrampe 9P31 wurde vom SPW-40P2 abgeleitet und verfügt somit über eine ausgezeichnete Geländegängigkeit und ist schwimmfähig. Von der 9P31 aus erfolgte die optische Zielerfassung. Das Erfassen des Ziels durch den Infrarot-Zielsuchlenkkopfes der Rakete wurde per Signallampe angezeigt. Nach dem Start erfolgte die Selbstlenkung der Rakete nach Angaben des Zielsuchlenkkopfes. Somit konnte jedes Gefechtsfahrzeug auch autonom handeln, war aber aufgrund des eingeschränkten Sichtwinkels der Optik nur bedingt in der Lage, Ziele aufzuklären. Das Fahrzeug verfügte über keine passiven Funkmesspeiler für die Ortung bzw. Warnung vor anfliegenden Luftzielen und über kein Kennungsgerät. Die Zielzuweisung an den Fla-Raketenschützen erfolgte daher per Funk mit Angabe Seitenwinkel und Entfernung vom PU-12, nach Angaben der "Shilka" oder durch einen Luftbeobachter.
Ralf Wagner, 2005 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||